Wohnumfeldverbesserung A.-Schweitzer-Quartier, Winsen / Luhe

Zu Beginn der Erarbeitung des Quartiersentwicklungskonzeptes Albert-Schweitzer-Quartier, Winsen / Luhe, im Jahre 2009 fand in enger Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Quartiersmanagement und dem Sanierungsträger eine intensive Anwohnerbeteiligung statt. Im Rahmen eines Sommerfestes, Workshops und regelmäßiger Sprechstunden wurden anhand von Arbeitsmodellen, Zeichnungen und Stadtteilrundgängen mit Kindern und Jugendlichen Methodiken des "Planning for Real" und der "Planungswerkstatt" angewandt.


Die sukzessive Umsetzung des vom Rat der Stadt beschlosenen Quartiersentwicklungskonzeptes erfolgt seither zusammen mit dem Quartiersmanager unter intensiver Beteiligung der Anwohner. Die erheblichen Instandhaltungsrückstände an den Wohnhäusern sollen mit Hilfe des privaten Grundeigentümers beseitigt, eine energetische Modernisierung durchgeführt und das Wohnumfeld verbessert werden. Alle diese Maßnahmen können mit Städtebaumitteln gefördert werden, bei Maßnahmen auf privatem Grund, muss der Eigentümer in der Regel zusätzlich einen Eigenanteil aufbringen.

 
 

Die anschließende schrittweise Umsetzung wurde durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung vorbereitet und begleitet. Die Ergebnisse flossen direkt in die konkrete Umsetzung, die Setzung von Schwerpunkten und die Festlegung der Reihenfolge von Maßnahmen ein.

 

Als erste Maßnahme wurde ein Spielplatz im Inneren der Siedlung wieder hergestellt und eine Eingrünung der Siedlung entlang des Humboldtweges angelegt. Die nächste Maßnahme war der Abbruch des nicht mehr genutzte baufällige Parkhauses, um hier einen neuen fußläufigen Zugang vom Stadtzentrum in die Siedlung anzulegen. Ferner wurde hier ein offener, eingegrünter Stellplatz für die Einwohner angelegt. Die Anzahl der Stellplätze wurde von 1,5 pro Wohnung auf 1,0 reduziert.
Weitere geplante Maßnahmen sind eine Neuordnung der Müll- und Wertstoffsammelanlagen, die Wiederherstellung der Kinderspielplätze, Schaffung eines barrierefreien Zuganges zum Hochhaus Albert-Schweitzer-Str. 4, Eingrünungsmaßnahmen sowie Spiel- und Bewegungsangebote für Jugendliche.


Im Frühjahr 2013 hat der private Grundeigentümer Insolvenz angemeldet, seither stocken alle geplanten Maßnahmen auf privatem Grund, insbesondere haben noch gar keine Maßnahmen im und am Hochbaubestand stattgefunden. Auf öffentlichem Grund wurde Ende 2013 / Anfang 2014 die Albert-Schweitzer-Str. auf Grundlage des Quartiersentwicklungskonzeptes neugestaltet, mit dem Ziel der Verkehrsberuhigung und einen attraktiven durchgrünten Straßenraum zu schaffen.
Die Frustration der Bewohner des Albert-Schweitzer-Quartieres ist nach über fünf Jahren intensiver Beteiligung und trotzdem unverändert kritischem baulichem Zustand ihrer Häuser und Wohnungen groß.


Die Frustration der Bewohner des Albert-Schweitzer-Quartieres ist nach über fünf Jahren intensiver Beteiligung und trotzdem unverändert kritischem baulichem Zustand ihrer Häuser und Wohnungen groß.