Autofreies Wohnen am Kornweg Hamburg

2006 - 2009
Autofreies Wohnen am Kornweg in Hamburg-Ohlsdorf

Mehrfamilienwohnhäuser im Niedrig-Energiestandard mit ökologischer Niederschlagswasser-Bewirtschaftung
Freiraumplanung für das Baufeld 1 auf Grundlage des Erfolges bei dem konkurrierenden Gutachterverfahren
"Wohnungsbau Kornweg Hamburg", 2005

Bauherren und Auftraggeber:
Baugruppe "Mobiles Wohnen am Kornweg" GbR - vertreten durch die LAWAETZ-Stiftung (Ostteil, Sodenkamp 11 - 17) und
Wohnungsverein Hamburg von 1902 e.G. (Westteil, Paula-Westendorff-Weg 2 - 36)


In ARGE mit "PLUS Planung & Urbane Strategien", Jarste Holzrichter und Jan Paulsen, Hamburg

 

2005
Ein 2. Preis (ein 1. Preis wurden nicht vergeben) mit Architekten Möller Seifert im konkurrierendem Gutachterverfahren "Wohnungsbau Kronweg Hamburg"
für Baufeld 1 und 2


2006 - 2009
Autofreies Wohnen am Kornweg, Hamburg-Ohlsdorf
2011: 1. Preis des Wettbewerbs "Deutschlands schönste Effizienzhäuser"
der Dena (Deutsche Energie-Agentur)



2013: Veröffentlicht in: Mehr Stadt in der Stadt - Chancen für mehr urbane Wohnqualitäten in der Stadt -: Seite 176. Hrsg.: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg, 2013

 
 
 
 

Planungsprozess unter intensiver Einbeziehung der künftigen Bewohner mittels Workshops und Selbstbeteiligung beim Bau.
Realisierung einer umweltverträglichen Wohnsiedlung:
Autofreies Bauen mit nur 0,2 Stellplätzen pro Wohnung. Planerischer Nachweis von 0,7 Stellplätzen pro Wohnung für den Fall des Scheiterns des Projektes "Autofreies Wohnen".
Niederschlagsentwässerung in offenem Graben- und Muldensystem. Weitgehende Versickerung des anfallenden Nieder-
schlagswassers trotz anstehendem bindigen Lehmboden durch Mulden und Rigolen. Passivhäuser mit Solar-Thermie- und Holzpellets-Wärmeversorgung für die Baugruppe "Mobiles Wohnen am Kornweg".
KW-40-Standard mit Blockheiz-Kraftwerk für die Mietwohnungen des Wohnungsvereins 1902 e.G..
Keine Verwendung von Tropenholz, Holzschutzmitteln und Bioziden. Stattdessen Verwendung von einheimischem Robienholz und konstruktivem Holzschutz für die Holzterrassen und -brücken.
Gestaltung der Freiräume entsprechend den Anwohnerwünschen mit minimalsten Eingriffen in den Naturhaushalt. Privat und gemeinschaftlich genutzte Gartenbereiche, Kinderspiel, Grillecke, Einwohnertreffpunkt, Bewegungs- und Ballspiel, Streuobst-
wiese und Gemüsegarten.
Die Trockenmauer an der Straßenfront zum Sodenkamp wird von den Bewohnern regelmäßig selbst bepflanzt.