Kreativraum Oberhafen Hamburg

Der Freiraum des Oberhafens
Das Oberhafenquartier kann nicht ohne seinen Freiraum betrachtet werden, beides - Freiraum und Gebäude - gehören untrennbar zusammen. Sowohl die Gebäude als auch der Freiraum weisen die Brüche, Zerstörungen, Wiederaufbauen und Umnutzungen der letzten 120 Jahre auf. Beides ist wesentlich für die Ablesbarkeit der Geschichte des Ortes und beides bildet die Basis für die künftige Entwicklung zu einem Kreativquartier. Die Erschließungsstruktur mit ihrem Vorder- und Hinterbereich ist klar, eindeutig, sicher und zukunftsfähig für die Umnutzung. Die vorhandene Freiraum- und Gebäudesubstanz kann mit wenig Aufwand für die künftigen Anforderungen umgenutzt werden.


Vorderer Bereich "Vor den Hallen"
Über die großflächigen intensiv nutzbaren Natursteinpfasterflächen sind die Anlieferungen, Rampen und Stellplatzbereiche sicher mit LKW und PKW anfahrbar. Diese unterschiedlichen Belagsarten sind auch die geeignete Basis für temporäre und dauerhafte kreative Nutzungen bzw. Interventionen außerhalb der Hallen.


Rückwärtiger Bereich "Hinter den Hallen"
Die derzeit nur noch in geringem Umfang von der Eisenbahn genutzten Flächen werden zum fußläufigen barrierefreien Erschließungs- und Aufenthaltsbereich für Fußgänger. Sie bilden schon jetzt einen Gegensatz zum Vorbereich und sind der durch Vegetation strukturierte durchgrünte Freiraum des Oberhafens. Dieses wird zu Park bzw. Garten für kreativ tätige Menschen und kreative Interventionen im Freiraum. Diese Flächen werden zum öffentlichen und halböffentlichen Freiraum des Kreativ- quartieres mit gezielt künstlich offenen gehaltenen und allmählich durchgewachsenen Grünstrukturen, die dann raumbildend wirken.


 
 

Temporäre Zeichen, Leitsysteme und Landmarken erzeugen stadtweit Aufmerksamkeit und leiten die Besucher
sicher zu den Veranstaltungsorten.

 
 

Bereits jetzt werden Teilbereiche der alten Hallen des Güterbahnhofes durch Kreative genutzt.

 
 

Zum Umgang mit den Widrigkeiten des Ortes - der Hochwassergefahr, den undichten Dächern und der Nicht-Heizbarkeit der Hallen - wurden unterschiedliche innovative angepasste Strategien für die Kreativwirtschaft entwickelt.

 
 
 

Die alte Güterwagenhalle, die großen ehemaligen Bekohlungsanlagen und Aschegruben am Oberhafen werden mit wenig Aufwand zu einem Sommerbad, der "Oberhafen-Kreativhalle" und dem "Oberhafen-Garden" entwickelt. So entsteht hier eine attraktive "Innerstädtische Location".

 
 

Die Gleisanlagen
Die Deutsche Bahn hat sich verpflichtet die Eisenbahninfrastruktur aus Schienen, Masten und Bahnsteigen bis 2015 zurückzubauen. Dieses wäre ein sehr nachteiliger Eingriff in das Potential des Ortes für eine Kreativ-Nutzung. Eine Beseitigung dieser Struktur würde nicht nur sofort hohe Demontage- und Entsorgungskosten verursachen. Für die Errichtung der neuen Struktur müsste wieder bei "Null" angefangen werden, d.h. auch dieser Neuanfang würde sofort noch weitere zusätzliche Kosten nach sich ziehen, die an und für sich unnötig sind.

 

Die Gleishalle
Die Gleishalle stammt aus den 1980er Jahren und befindet sich in einem guten baulichen Zustand. Die Überdachung sollte einschließlich der alten Bahnsteige erhalten und zu einer überdachten Markthalle mit wechselnden und vielfältigen Märkten überformt werden. Auch einen solchen Ort gibt es in Hamburg bislang noch nicht. Die entsprechende Gleishalle auf dem ehemaligen Güterbahnhof Altona wird künftig nicht mehr überdacht sein und soll als offene Struktur in dem neuen Quartierspark "Mitte Altona" genutzt werden.

 
 

Wege und Plätze im Oberhafen
Die unterschiedlichen, großflächigen und ungestörten Pflasterflächen sind ein Alleinstellungsmerkmal des Oberhafens mit hohem Wiedererkennungswert. Sie sind wesentlich für die "Gestalt des Ortes".
Uns sind keine anderen Orte in Hamburg mit so mannigfaltigen Belagsstrukturen und Ausstattungs- elementen bekannt. Solche Strukturen und Material waren einstmals kennzeichend für Hafen und Industrie in Hamburg.


Struktur und Raum kreativer Orte
Strukturen und Räume kreativer Orte müssen ein "Handwerkskasten", ein "Anregungsfundus" für Kreative sein. Unterschiedliche Materialien, Raum, Zeit und Strukturen warten darauf ergriffen und genutzt zu werden. Es müssen Orte sein, die dazu einladen benutzt zu werden, in Besitz genommen zu werden.
Diese Strukturen sind robust und für die notwendige Erschließung sehr gut geeignet. Sie haben soviel Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität, dass sie als Basis für kreative Nutzungen aller Art im Freiraum geeignet sind.

 
 

Der Weg in den Oberhafen
Das Gelände des Oberhafens befindet sich in der HafenCity, 500 Meter von den Deichtorhallen entfernt, direkt hinter der Oberhafenkantine.


www.oberhafen.net