SUPERVARIO Im Netz der Sinne

SuperVario  2012


Im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2012 setzte ein Team junger Architekten und Landschaftsarchitekten ein Zeichen und bewies, dass die Hallen mit wenig Aufwand kreativ genutzt werden können.


Unter dem Titel SuperVario wurden vom 25.5. - 24.6.2012 rund 600 m² Fläche in der Halle 3 von der HafenCity Hamburg GmbH angemietet und mit einer flexiblen textilen Rauminstallation ausgestattet. Diese Installation konnte durch ziehen und spannen, je nach Nutzung, in verscheidene Formen gebracht werden und in unterscheidlich große Räume geteilt werden.


Waren vor der SuperVario-Veranstaltung die Bedenken über das Zustandekommen groß und die Interessenten für eine Nutzung gering, stiegen mit dem Beginn und dem sich abzeichnenden Erfolg die Anzahl der Interessenten jedoch erheblich.

 
 

In diesem Kreativraum konnten Kunstschaffende ohne
großes finanzielles Risiko die Tragfähigkeit ihrer jeweiligen Konzepte testen:


- Ist die Idee technisch umsetzbar?
- Funktioniert die Werbung?
- Wie viele Besucher kommen?
- Können genügend Einnahmen erzielt werden?


Die Sachaufwendungen von rund 25.000 Euro für die Raummiete, für Energie und Infrastruktur konnten vollständig durch Sponsoren, durch Untervermietung und den Verkauf von Getränken und Werbung wieder erwirtschaftet werden. Darüber hinaus entstanden Sachaufwendungen und Leistungen durch Planer, Lieferanten und Handwerker.

 
 

Bereits seit Januar 2011 hat der "Kreis Junger Architekten" der Hamburgischen Architektenkammer am Konzept einer vielfältig nutzbaren temporären Installation für Halle 3 im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2012 gearbeitet. Diese soll nicht nur Teil der Initiierung der Entwicklung des Oberhafens zu einem Kreativquartier sein, sie soll auch ein temporärer und variabler Raum zur Präsentation junger Architektur und Design sowie der Ort für Kino, Ausstellungen, Konzerte und Diskussionen aller Art sein.


Nach anfänglicher Skepsis traten im Laufe der Veranstaltung mehr und mehr Interessierte mit ihren Projekten an den "Kreis Junger Architekten" heran. Letztlich konnten nicht allen Interessenten Räume für ihre Projekte geboten werden. So entstand gewissermaßen eine Experimentalplattform zur risikoarmen Erprobung neuer und innovativer Kreativkonzepte und Stadtentwicklungsprozesse.


Ein Versuchslabor für kreative Landnahme und Initiierung von Kreativprozessen entstand. Im Zeitraum von rund vier Wochen fanden hier Präsentationen, Diskussionen, Kinovorführungen, Theateraufführungen, ein Öko- und Kreativmarkt sowie vieles andere mehr zu den Themen Stadtentwicklungsprozesse, lokale Ökonomie, Kreativwirtschaft, junge Architektur und Kreativszene statt. Erwähnenswert sind so unterschiedliche Veranstaltungen wie z. B.:


- "Sustainable Highrise" Ausstellung zu nachhaltigem Hochhausbau in der HafenCity der Technischen Universitäten Stuttgart und Darmstadt (ILEK)
- Ein transportables Kino mit dem Film "After The Factory" aus den USA zum Thema Umwandlung von industriell geprägten Städten in kreativ geprägte Städte
- "convention-bizco-emily" Foto-Shooting / Mode-Fotografie / Fashion-Event
- "Kreativmarkt Treib.gut"
- Flexible Installation der Lichtkünstlerin Katrin Bethge und des Fotografen Gulliver Theis. Diese Lichtprojektionsflächen waren der Hintergrund für Modeaufnahmen für russisch-englische Modezeitschriften.


Zu den Ausstellern und Besuchern zählten ferner das Shenkar College of Engineering and Design, Tel Aviv, Israel, die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW).

 
 

Foto: Katrin Bethge


Weitere Informationen zur Weiterentwicklung dieses Projektes finden Sie unter:


www.oberhafen.net