Kunstrasen-Großspielfeld Billwerder Billdeich, Hamburg-Lohbrügge

2014
Instandsetzung eines Kunstrasen-Großspielfeldes auf dem Gelände der Staatlichen Gewerbeschule G19,
Billwerder Billdeich 622 in Hamburg-Lohbrügge


Art: Großspielfeld Fußball + Hockey / 2x Kleinspielfeld quer Fußball
Größe: 3200m² (74m x 44m)
Auftraggeber: SchulBau Hamburg SBH
Bausumme: 250.000 EUR Netto

 
 

Das im Jahre 1978 errichtete Großspielfeld mit Kunstrasenbelag ist im Jahre 2008 durch Brandstiftung so nachhaltig beschädigt worden, dass der Kunstrasenbelag vollständig abgeräumt und der Platz für die Benutzung gesperrt werden musste.
Anfang 2014 erhielten wir den Auftrag, verschiedene Varianten der Wiederherstellung eines ganzjährig bespielbaren Sportplatzes für die Hauptnutzung Fußball und zwei Kleinspielfeldern in Querrichtung auf dem gesamten Großspielfeld, in technischer und finanzieller Hinsicht zu prüfen. Ergebnis dieser Prüfung war, dass ein Kunstrasenplatz mit Sandfüllung auf einer gebunden-elastischen Tragschicht sowie die Sanierung des vorhandenen Ballfangzaunes die wirtschaftlichste Lösung ist.

 
 
 
 

Die vorhandene, durch Baumwurzeleinwuchs beschädigte bituminöse Tragschicht wurde ausgebaut und entsorgt. Auf den Seiten mit Baumbestand wurde ein 100?cm tief in den Untergrund reichender Durchwurzelungsschutz hergestellt. Da die Höhenlage des Platzes nicht verändert werden konnte, wurde ein Teil der vorhandenen ungebundenen Tragschicht ebenfalls ausgebaut und entsorgt. Die verbleibende Tragschicht wurde kontrolliert mit Kies-Sand so aufgemischt, dass die für Kunstrasenplätze erforderliche Wasserdurchlässigkeit erreicht wird. Gleichzeitig wurden erstmalig Drainagen und randseitige Entwässerungsmulden hergestellt.

 
 
 
 

Im Laufe der Bauausführung kam neben Fußball die zusätzliche Nutzung des Platzes für Hockey hinzu. Infolgedessen wurde die Linierung entsprechend ergänzt und eine Verstärkung des vorhandenen Ballfangzaunes vorgenommen, außerdem erhöhte sich die Sandbefüllung des Kunstrasenbelages. Durch verschließbare Tor und Schlupfpforten ist nun die Zugänglichkeit des Platzes kontrollierbar, so dass künftig hoffentlich keine derartigen Schäden durch Vandalismus wieder auftreten werden.